I. Versetzung ins Ausland

Alternative (Substitutive) Sozialversicherung

Bei dieser Lösung handelt es sich um eine im Voraus befristete Versetzung zu einer im Ausland befindlichen Partnerorganisation oder einen ebenfalls im Voraus befristeten Dienstvertrag für einen Auslandseinsatz als Selbstständiger. Es bleibt dabei ein Rumpfarbeitsverhältnis in Deutschland bestehen. Durch diese arbeitsrechtliche Gestaltung entfällt die Sozialversicherungspflicht in Deutschland. Die substitutive Sozialversicherungslösung beinhaltet einige privatwirtschaftliche Versicherungselemente als Ersatz für staatliche Einrichtungen der Sozialversicherung in Deutschland.

 

Rentenversicherung

Kernelement ist die private Alters- und Hinterbliebenenversorgung, die durch eine Direktversicherung (Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung) gewährleistet wird. Diese bietet (in der Regel) eine höhere Rentabilität als die gesetzliche Rentenversicherung.

 

Arbeitslosenversicherung

Zur Absicherung im Fall der Arbeitslosigkeit wurde ein Arbeitslosenfonds eingerichtet. Die finanziellen Leistungen erfolgen analog zu der gesetzlichen Regelung. Zu Gunsten des Versicherten entfällt (bis auf wenige Ausnahmen) die Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe. Auch bemessen sich die Leistungen nicht nach dem tatsächlichen Bruttogehalt, sondern nach dem (in der Regel höheren) fiktiven Mindesteinkommen eines Entwicklungshelfers.

 

Invaliditätsversicherung

Im Fall der Berufsunfähigkeit erhält der Mitarbeiter aus dem Invaliditätsfonds eine Rente bis zur Vollendung des 65., 66. oder 67. Lebensjahres (Staffelung in Anlehnung an die Rentenversicherung). Zusätzlich werden die Altersrentenansprüche des Mitarbeiters weiter aufgebaut. Über den Reha-Fonds werden Rehabilitationsleistungen gewährleistet.

 

Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung

Bei einer Versetzung ist die Kranken- und Pflegeversicherung weiterhin über die gesetzlichen Träger in Form einer freiwilligen Versicherung gewährleistet. Eine Erstattung von im Ausland entstandenen Kosten erfolgt durch den zunächst in Vorlage tretenden Arbeitgeber. Dieser erhält die erstattungsfähigen Kosten von der Krankenkasse zurück erstattet.

Alternativ kann der Arbeitgeber seine Mitarbeiter auch über eine private Auslandskrankenversicherung absichern. Bei einem Dienstvertrag als Selbständiger im Ausland ist eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich. In diesem Fall muss für die Zeit im Ausland eine private Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden.

In der gesetzlichen Unfallversicherung bleibt der Mitarbeiter nach Anmeldung durch den Arbeitgeber über die Verwaltungsberufsgenossenschaft ebenfalls weiter versichert (sogenannte freiwillige Auslands-Unfallversicherung).

AEM-Versorgungswerk

Christine Schneider

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